Leute, die gerne hier lesen, nee. Bin nicht abgetaucht oder sonst was. Bin in Amerika und werde Euch schöne Fotos und so weiter liefern. Abgemacht!
Happy Halloween
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Von der Sumpfdotterblume zum Bushröschen – Eine fast moderne Frau im Wandel ihrer Wahlen oder wie man sich darauf vorbereitet, vier weitere verlorene Jahre aushalten zu müssen!
Ausgerechnet in Zeiten von kollektiv guter Laune angesichts des aller Orten vielgepriesenen wirtschaftlichen Aufschwungs, den die Bevölkerung allerdings noch nicht gesehen hat, trübt das allgemeine Wohlfühlbild der Deutschen die immer wiederkehrenden, gebetsmühlenartig gepredigten Wahlversprechen der Parteien landauf, landab. Dabei spielt es keine Rolle, welche Farbe und welche großletternen Buchstaben ihre Fahnen tragen, die sie erst wieder einrollen werden, wenn der Bundeswahlsonntag 2009 vorüber ist – und natürlich auch nur, wenn man nicht genug Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, wie man gerne wollte. Dass die Fahnen derer, die am meisten Wählerstimmen fangen konnten, in Siegerpose am höchsten Mast hängen werden, ist selbstredend.
Wäre es in früheren Zeiten noch möglich gewesen, den Bürgern des Landes den einen oder anderen Buchstaben, vorzugsweise ein X vor ein U, vorzumachen, haben diese Parteien es heutzutage nicht mehr ganz so leicht, auf Beuten- und Stimmenfang zu gehen. Der Bürger, respektive der Wähler, ist kritischer geworden. Schlagzeilen wie die Opel-Lüge und unverhältnismässige Bank-Hilfen kommen recht ungelegen in Wahlzeiten und müssen mit sorgfältiger Behandlung und gerne auch mal populistisch – schlimmer noch, sogar entgegen jeder menschlichen, speziell wirtschaftlichen oder moralischen Vernunft, angegangen werden.
Als wäre dem nicht genug, trifft nun dieser Tage, während die Kanzlerin und der Finanzminister in Pittsburgh zum G-20-Gipfel weilen, die Meldung ein, dass die amerikanische Regierung eine Reisewarnung für Deutschland herausgibt. Der gute deutsche Boden soll gefährlich für amerikanische Bürger geworden sein, angesichts der jüngst erschienen Videos. Die Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen wurden bereits verschärft, an Lande- und Startbahnen werden vermehrt Patrouillen durchgeführt. Man befürchtet Raketenangriffe vom Boden aus, möglicherweise auch Angriffe von Sport- oder Modellflugzeugen. Kurz, die Aufgeregtheit ist wieder auf hohem Niveau, es werden Ängste geschürt. Grund der Terroraktivitäten soll die Aufforderung sein, die Bundeswehrtruppen aus Afghanistan abzuziehen, was durch ein Kreuz bei der richtigen Partei bei der am Sonntag stattfindenen Bundestagswahl durch die Wähler erzwungen werden soll. Also richtet sich der Terror gegen Deutschland und das Erpressungsmittel ist der Druck auf die Wahl. Warum man nun amerikanische Touristen, die nach Deutschland reisen wollen, mit einbezieht, geht nicht ganz klar hervor. Jedoch ist man bei Al-Quaida recht großzügig, speziell wenn es um eine kollektive Mittäterschaft geht und noch mal speziell, wenn es sich um Amerikaner handelt. Die dürfen gerne mal mit in Terrorwarnungen einbezogen werden, tragen sie doch die Schuld an allem, wie man seit 9/11 weiß.
Aber zurück zu der anstehenden Bundestagswahl, deren Ausgang dieses Mal in ganz besonderem Maße – nicht zuletzt wegen der wirtschaftlichen Notlage in der Welt und in Deutschland – mit Spannung erwartet wird. Steuern rauf, Steuern runter, Renteneintritt flexible – die Definition ist klar, allein die Durchführung ist ungeklärt, tja, das war es dann aber auch schon im Großen und Ganzen. Zukunftsorientierte Pläne und realistische Perspektiven hat im Prinzip keine Partei so recht. Und eigentlich sind es – wie alle vier Jahre – die selben Gesichter, die uns von Plakaten und Fernsehschirmen entgegenlächeln, wobei…..

Keine Ausrede! Die DDR-Zeiten liegen 15 Jahre zurück! Quelle: N24.de
…… natürlich haben sie sich verändert mit den Jahren. Allen voran die Bundeskanzlerin, die man für die vor vier Jahren stattfindenden Wahl erst einmal auf tageslichttauglich trimmen mußte. Das man dabei nicht unbedingt von der Wandlung zum stolzen Schwan sprechen kann, liegt allein an der fehlenden Substanz.
Aber immerhin – wie man sehen kann, haben Friseure und Visagisten das Bestmögliche aus dem, was vorhanden war, herausgeholt. Und wer hätte vermutet, mit welch verborgenen Attributen die Kanzlerin aufzuwarten hat. Nur leider schlummern diese offensichtlichen Schätze lediglich in der medialen Person Merkel und weniger in den Fähigkeiten dieser als Kanzlerin. Hier hält sie es mehr wie ihr Ziehvater, Helmut Kohl. Abwarten und Tee trinken, jegliche rührige Aktivitäten zum Wohle des deutschen Volkes bleiben außen vor.

Selbstverständlich darf man nicht ungerecht Schelte verteilen, wenn man die Kanzlerin ob ihrer Untätigkeit verdammt. Ganz so untätig war sie in den vergangenen vier Jahren nun doch nicht. Denken wir doch nur an all die vielen schönen Reisen, die sie machen durfte. Mehr als einmal befand sie sich außer Landes und besuchte Gott und die Welt, während im eigenen Land der Haussegen schief hing. Und die Untätigkeit wollen wir auch ganz sicher nicht ausweiten auf die Großzügigkeit, mit der die Kanzlerin ihren milliardenschweren Wahlkampf führt. Es ist mittlerweile allseits bekannt und vielfach zitiert, dass dies – unter Einbeziehung aller Lobesgaben in Sachen Banken, Opel und dergleichen – der teuerste Wahlkampf aller Zeiten sein wird.
Wenn man sich vorstellt, unter diesem unseligen Stern wird das Land noch einmal für weitere vier Jahre regiert, kommt einem das kalte Grausen. Es genügt nicht, den Titel zu tragen. Man muß ihn auch ausleben, Mut zur Veränderung - und die wird dringend nötig – aufbringen, das Volk auf eine wackelige und ungemütliche Zeit einschwören. Ja, da fehlt ihr der Spirit und die Charaktereigenschaften des amerikanischen Yes-we-can-Präsidenten. Merkels Markenzeichen, süffisant in die Kamera zu lächeln und mit schnodderiger Berliner Schnautze Plattitüden und inhaltlose Phrasen zu dreschen, genügt nicht. Es ist kein Temperament und kein Patriotismus zu erkennen, kein Herzblut und kein Kampfgeist. Amt halten ist vielleicht ausreichend für die Kanzlerin, aber nicht für das Volk. Und schon gar nicht für Deutschland und die kommenden Jahre. Jedoch, man sieht es schon kommen! Es steht zu befürchten, dass uns mindestens vier weitere Jahre bevorstehen, denn die Menschen sind resistent gegenüber Neuem und haben leider eine hohe Schwelle der Leidensfähigkeit. Nur hinterher will es wieder keiner gewesen sein!
Die Welt zu Gast in München oder „a g’schamige Safferei“ wird hoffähig zu Zeiten von Globalisierung und kollektivem Wohlverhalten auf Fingerhakel-Niveau, Lederhosen und Flip Flops
Seit gestern Punkt 12 Uhr Mittag ist es wieder soweit. Das jährlich stattfindende Oktoberfest wurde von Münchens Oberbürgermeister, Christian Ude, mit zwei Holzhammerschlägen in das erste Bierfass des diesjährigen Oktoberfestes eröffnet. Sein obligatorisches “O’zapft is – ich wünsche uns allen eine friedliche Wies’n“ geht so gut wie unter im lauten, unbändigen Gebrüll und Gejohle der Bierzeltbesucher.

Oktoberfest München - Foto von Dirndl.net
Von jetzt an wird das Bier für 14 Tage von morgens 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr in der Nacht in Strömen fließen, der Bierdurst nicht versiegen, der Hunger auf Hendl, Bretz’n, Schweinsbraten und Würstl unendlich sein und die Schickeria Deutschlands – insbesondere die Münchner – in eigens in den jeweiligen Bierzelten errichteten Logen und Ehrenplätzen das Ziel zahlloser Reporter der bunten Presse, weniger die der Politischen, sein. Nur anders soll die Berichterstattung in diesem Jahr stattfinden, so hört man vom Pressesprecher des staatlichen Hofbräuhauses. Betrunkene, Halbnackerte, Vollrauschausschläfer am Rande der Wiesn auf eben selbigen sollen nicht abgelichtet werden dürfen – allein, ob sich die Presse daran hält, bleibt abzuwarten, sind es doch gerade diese Bilder, die die Wiesn in anderen Teilen Deutschlands und der Welt als etwas leicht Anrüchiges und ob des Verbotenen einen urwüchsigen, gar erstrebenswerten Reiz auslösen.
Die heimliche Hauptstadt mit Herz – wie München sich gerne bezeichnet – öffnet ihre Pforten, um Gott – wohl eher den Wettergott – und die Welt hereinzubitten in einen nicht endend wollenden Strom von Biermassen. Und sie kommen gerne. Aus allen Teilen der Welt fliegen sie ein, die Kiwis aus Neuseeland, die Menschen aus Down Under, die Amis, Japaner, Schweden und Holländer. Sie kommen seit Jahren, wer was gelten will zu Hause, leistet sich jährlich im September einen Trip zum Oktoberfest. Und sie sind gern gesehene Gäste. Sie bringen einen riesigen Durst und enormen Hunger mit, erhöhen nicht unwesentlich den Umsatz der Wirte, die Theresienwiese erstrahlt in buntem, internationalen Glanz – darin sonnen sich besonders gerne politische Honoratioren - und nicht zuletzt: das trinkfreudige Völkchen darf mal so richtig die Sau rauslassen. Hey man, it’s so nice to be in Germany….we like the Germans and their Beer! Bravo Deutschland, wir sind gefragt in der Welt…
Dabei macht es keinen Unterschied, dass die Maß Jahr für Jahr teurer wird. So darf man bei der diesjährigen Wiesn für eine schlecht gefüllte Litermaß 8,60 Euro berappen. Erinnern wir uns, vor gut 10 Jahren waren das noch DM 8,60. Aber in Zeiten des Wiesnüberflusses und der kollektiven Bierlaune interessiert weder das Geschwafel und Sinnieren über vergangene gute DM-Zeiten noch die in schöner Regelmäßigkeit stattfindende Preiserhöhung der geliebten Maß. Logisch, was schert den Kiwi den Euro, der kommt aus anderen, vorgenannten Gründen.
Es ist kaum anzunehmen, dass die Gäste aus Übersee, westlich- oder östlicherseits, wissen, dass das Oktoberfest nicht etwa eigens für sie ins Leben gerufen wurde, sondern bereits im Jahr 1810 zu Ehren der Hochzeit von Kronprinz Ludwig mit Prinzessin Therese stattfand. Die Wenigsten von ihnen werden wissen, dass Schloss Neuschwanstein, ach so beliebtes Fotoobjekt diverser, zu Gast befindlicher Völker, sich in unmittelbarer Nähe befindet und das Bayern mehr zu bieten hat, als das, was auf der Theresienwiese seit fast 200 Jahren stattfindet. Nein, der gemeine Oktoberfestbesucher aus fernen Ländern schätzt seine Zeit zu kostbar ein, um zwischen Vollrausch und Nachtanken sich mit Banalitäten zu verzetteln. Er beschränkt sich auf ein kleines Areal von wenigen Quadratkilometern, es reicht ihm, seine Aktivitäten in der Stadt von Karl Valentin und Liesl Karlstadt auszuleben, frei nach dem Motto Valentins „Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.“ Und ganz nebenbei, ein wenig Schlaf braucht selbst der hartgesottenste Kampftrinker.
Es mag der urtümliche Brauch sein, das typisch Deutsche in den Augen der Welt, die Maßlosigkeit, die scheinbar vermeintlich hierzulande salonfähig ist, das internationale Flair, den die Youth of the World mitbringt – das Oktoberfest München ist ein Mythos geworden, der – seit den Zeiten von transatlantischen Verbindungen möglich – größer und größer zu werden scheint.
Musik beginnt nach 13 Sekunden
Patrick Swayze ist gestern im Alter von 57 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Nach 20 Monaten langen Überlebenskampfes, in dem es ihm in Abständen scheinbar immer mal wieder besser ging, neue Medikamente und Bestrahlungen ihn vermeintlich auf den Weg der Gesundung bringen sollten, verstarb er nun im Kreis seiner Familie gestern, 14. September 2009, in Los Angeles.
Als seine Krankheit im März 2008 öffentlich wurde, gaben ihm die Medien nur noch Wochen zu leben. Sein starker Überlebenswille, seine Frau Lisa Niemi und die gute Prognose seiner Ärzte straften diese Schlagzeilen lügen, indem er medial immer wieder dann auftrat, als es ihm scheinbar sehr schlecht ging und sein Ende eigentlich bevorstand.
Anfang 2009 gab er in einem Fernsehinterview bei Barbara Walters (ABC) seinem Wunsch eine realistische Chance, dass es ihm möglicherweise vergönnt sein könnte, noch eine Lebenszeit von fünf Jahren zu haben. Zumindest seien aber, wenn man Statistiken glauben dürfe, zwei Jahre eine recht gute Prognose, die ihm verbleiben könnten. Seine Hoffnung war, dass man während dieser Zeit vielleicht neue Mittel zur Heilung der äußerst aggressiven Krebsart, dem Bauchspeicheldrüsenkrebs, finden könnte.
Die Nachricht über seinen Tod verbreitete sich in Windeseile über die Plattform Twitter, Dirty Dancing war das Gesprächsthema seiner schockierten Fans. Demi Moore, seine Partnerin in dem Film Ghost (1990) schrieb RIP Patrick. Larry King, Late Night Talker und in etwa zu vergleichen mit Harald Schmidt, ließ verlauten, Patrick Swayze sei ein wunderbarer Schauspieler und wahnsinnig netter Typ gewesen. Was er auch tat, er tat es mit Überzeugung und vollem Herzen. Sein Tribut wolle er ihm in der nächsten Sendung – heute Nacht – auf CNN zollen.
Swayze wurde dreimal mit dem Golden Globe nominiert, begann seine Karriere als Sohn einer Balletttänzerin, welcher er scheinbar sein außerordentlich gutes tänzerisches Talent zu verdanken hatte. Sein größter Erfolg, Dirty Dancing, wurde 1987 in den Catskills, nordwestlich von New York City im Hudson-Valley gelegen, gedreht. Der Song She’s like the Wind wurde von ihm mitkomponiert und selbst gesungen. In diesem Film gibt er den sexy, beim Mambo hüftschwingenden Tanzlehrer, der im Summercamp Kellerman für die abendliche Unterhaltung der Gäste mit seiner Tanztruppe zu sorgen hat. Als seine Tanzpartnerin ausfällt, sucht er Ersatz in Baby, gespielt von Jennifer Grey, der er in mühevoller Kleinarbeit von Grund auf das Tanzen und nebenbei die Liebe beibringt. Der Film Dirty Dancing punktet – neben der schauspielerisch guten Leistung aller Darsteller unter anderem auch aufgrund der wunderbarten Songs derart hoch und wird ein Kassenschlager und Klassiker. 1991 wurde er vom Magazin „People“ zum „Sexiest Man Alive“ ernannt.
Swayze war mit Lisa Niemi seit 12. Juni 1975 verheiratet, sie war seine Jugendliebe und eine Schülerin seiner Mutter in deren Balettschule. Die Ehe war selten skandalfrei für Hollywood-Verhältnisse und noch in einem letzten Interview wenige Monate vor seinem Tod, das er gemeinsam mit Lisa gab und in welchem er bekanntgab, seine Memoiren schreiben zu wollen, konnte man die tiefe Verbundenheit und den Schmerz über den bevorstehenden Tod bei beiden erkennen.
Swayze erhielt 1997 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. An diesem werden seine Fans heute innehalten und ihre Trauer über seinen Tod bekunden.
„Wir retten keine Unternehmen, wir wahren ihnen lediglich ihre Chance in wirtschaftlichen Krisenzeiten.“ Neue Töne aus dem Mund der Bundeskanzlerin – ließ sie sich doch unlängst noch als Opel-Retterin feiern.
Die Bekanntgabe der Entscheidung von GM, wie man mit Opel weiter verfahren will – ob behalten oder verkaufen, hier standen zur Wahl RHJ International und Magna – hat länger auf sich warten lassen, als sich die Bundeskanzlerin und ihre Minister jeglicher Ressorts erträumt hätten. Im Prinzip wurden zwei Verhandlungstermine platzen lassen bzw. man trennte sich, ohne dass eine Entscheidung gefallen wäre. Und als sollte es gemäß dem Sprichwort aller guten Dinge bei Nummer 3 passieren: Es passierte. GM fällte eine Entscheidung – jedoch ganz anders, als in den letzten Wochen gemutmaßt wurde. Nachdem sich in dieser Zeit der Verdacht erhärtete, GM könne neuerlich Gefallen an dem Gedanken gefunden haben, Besitzer von Opel zu bleiben, platzte die Bombe sprichwörtlich in der letzten Minute: GM verkauft Opel!
Nun sollte man – nein, nicht wir, die wir keine Bundestagswahl im Nacken haben, wir können objektiv denken, nein – mit man meint man die Regierung und alle, die an der baldigen Wahl teilnehmen – aufatmen können, hatte man doch mittlerweile bereits alle Felle und die bereits geflossenen 1,5 Milliarden Euro davon schwimmen sehen. Aber nein, wahrscheinlich war die Kanzlerin selbst am meisten überrascht, dass das von ihr persönlich favorisierte Unternehmen, Magna, den Zuschlag bekommen soll. Übrigens wird es ein ewiges Geheimnis bleiben, warum sich Frau Bundeskanzlerin so früh und ausschließlich auf Magna festgelegt hatte. Es gab immerhin mehr Bieter mit gar nicht so schlechten Konditionen im Ring, als man ob des kränkelnden Opel-Unternehmens zu hoffen gewagt hatte.
Die Freude an diesem Donnerstag Nachmittag war übergroß, überall grinsende Gesichter auf allen Online-Nachrichtendiensten, jeder klopfte sich selbstgefällig auf die in den letzten Wochen schwer geschundene Schulter.
Da spielte es fast keine Rolle mehr, dass das Treuhandgremium, bestehend aus zwei GM-Mitgliedern sowie Dirk Pfeil, einem nicht aktiven FDP-Mitglied sowie Insolvenzverwalter und Wennemer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Continental und ein Automobil-Branchenkenner, nicht ganz klar ihr letztes Wort gaben, indem bei der Abstimmung die beiden deutschen Mitglieder einmal mit Enthaltung und einmal mit Nein für den Magna-Deal voteten. Die nachfolgenden öffentlichen Kommentare von beiden, warum man so entschieden hatte, waren von diesem Zeitpunkt an im Netz auf allen Plattformen nachzulesen – und…nachzuvollziehen.
Beide äußern unisono höchste Bedenken darüber, dass Magna nicht das ist, was Frau Bundeskanzlerin sich von Magna verspricht. Ein Unternehmen wie Opel geht im Prinzip für 500 Mio über den Ladentisch und der deutsche Steuerzahler begleicht den Rest von mind. 5 Milliarden Euro. Wennemer wagt sogar die Prognose, dass Opel unter dieser Perspektive und mit dem derzeit gültigen Insolvenzrecht im nächsten Jahr pleite sei. Jedoch habe er den Verdacht, dass das Insolvenzrecht umgehend geändert wird, so dass man Opel evtl. eine gewisse Zeit länger am Leben erhalten könne.
Weiterhin wird zu Bedenken gegeben, dass das vom Steuerzahler zur Verfügung gestellte Geld sowieso nicht ausreichen werde, man könne mit bis zu 10 Milliarden zur Opel-Rettung benötigen. Wer soll das zahlen? Magna sicher nicht, Opel kann auch nicht - ergo? Der deutsche Steuerzahler? Schwerwiegend ist auch die Aussage von Pfeil, dass er ganz sicher nicht dem Gremium beigetreten wäre, hätte er von vornherein gewußt, dass es sich um eine politische Entscheidung handeln würde und nicht um eine Wirtschaftliche.
Dies wurde von Regierungsseite selbstverständlich nicht gerne gehört, hatte man doch – so die Selbstbeweihräucherung der Bundeskanzlerin, mit Geduld, Klarheit und Durchsetzungsvermögen die Amerikaner so weit gebracht, ihren – Merkels – Forderungen nachzugeben. Irrtum, Frau Merkel, so stand auf amerikanischen Online-Blättern zu lesen, hat GM die Entscheidung getroffen, weil Opel seit Jahren Verluste schreibt und eine Rettung für GM indiskutabel wurde – und zu teuer. Es ist also nicht der Verdienst der deutschen Regierung, sondern eine ganz einfach gut kalkulierte, wirtschaftliche und firmenerhaltende Entscheidung von GM, sich von einem Verlustgeschäft – vorerst – zu trennen.
Die Freude über die vermeintliche Rettung von Opel war aber nur von kurzer Dauer. Noch in derselben Stunde, wo die Entscheidung über Magna als neuer Besitzer bekanntgegeben wurde, wurden Stimmen laut, die vor diesem Schritt warnten und zur Vorsicht rieten. Stunde um Stunde kamen dann Wahrheit und Fakten zutage, wie GM sich den weiteren Verlauf des Verkaufes und der damit verbundenen Forderungen an Opel bzw. Magna vorstelle.
GM hat sich sicher die Entscheidung über die Freigabe von Opel nicht leichtgemacht, nicht umsonst hat es fast 4 Monate gedauert, bis man zu dem Punkt kam, wo man heute ist – und wo man am 31. Mai 2009 auch schon mal war, denn es handelt sich bei dieser Entscheidung lediglich um eine Verkaufsempfehlung. Weiter gekommen ist man einzig in der Entscheidung, dass RHJ International aus dem Rennen ist, ein von GM favorisiertes Unternehmen im Bieterkampf, welches für den deutschen Steuerzahler die günstigere Alternative gewesen wäre. Jedoch hatte man bei diesem Unternehmen die Sorge, RHJ International könne unter Umständen Opel nach der Sanierung an GM zurückverkaufen. Nun, was dies betrifft, darf man mittlerweile getrost diesbezüglich bei Magna von denselben Plänen ausgehen.
Jedoch sind jetzt noch schwere Hürden zu nehmen, was die Vertragsgestaltung – die GM vorgibt – anbelangt. Es ist die Rede von mind. 4 Sitzen im Aufsichtsrat, das Verkaufsverbot von Opel-Fahrzeugen in USA, Kanada, Korea und China, Mitspracherecht bei Technologie, Produktgestaltung und und und. Im Klartext heißt dies, es bleibt im Prinzip wie bisher, GM ist mit 35 % Teileigner von Opel, die Patente liegen noch in den USA und müssen bei Herausgabe teuer bezahlt werden – einzig eine Tatsache hat sich verändert – der deutsche Steuerzahler übernimmt das, wovor GM sich gescheut hat, es zu übernehmen. Die Subventionierung.
Jetzt sollte man annehmen, dies wäre die einzige Front, an der es für die deutsche Regierung zu kämpfen gilt. Nein, nun tritt der zukünftige neue Mehrheitseigner Magna auf den Plan und konfrontiert Opel mit weit höheren Zahlen über Arbeitsplatzreduzierung, wie vorher die Rede war. War vereinbart, dass rund 3.000 Arbeitplätze gestrichen würden, platzt man heute mit der Wahnsinnszahl von 4.500 Stellen, die es zu reduzieren gelte, heraus. Das ist für Frau Bundeskanzlerin natürlich ein vorher nicht einkalkulierter Faktor, wollte sie doch die Opel-Rettung als ihr Wahlpamphlet hernehmen.
Scheinbar hat sie nicht richtig zugehört, als im Frühsommer, bei ersten Gesprächen mit Magna, von der Höhe der zu reduzierenden Arbeitsplätze die Rede war. Herr von und zu Guttenberg hatte wohl die besseren Ohren, denn er ließ heute verlauten, dass diese hohe Zahl von wegrationalisierenden Arbeitsplätzen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt bekannt waren. Ach so, Herr Guttenberg ist also wieder aus seiner Gehirnwäsche zurückgekehrt, hatte man doch in den letzten Wochen nichts mehr von ihm gehört in Sachen Magna, nachdem er einen Superstart als Wirtschaftsminister in Sachen Opel im Frühjahr hinlegte.
Auch eine Werksschließung – vorzugsweise außer Landes – steht auf der Liste von Magna, die es abzuarbeiten gilt. Selbstredend nicht in Deutschland, wo das Geld herkommt, man fokussiert hier Antwerpen an, was jetzt wiederum die dritte Partei auf den Plan ruft, nämlich die EU. Hier stößt es den Ministern sauer auf, dass sich Deutschland offensichtlich die Bundestagswahl versüßt, indem man recht viele Euros investiert und sich freikauft von Werksschließungen, sprich diese lieber im Ausland sieht.
Hier hat Frau Bundeskanzlerin aber nicht mit Belgien, Großbritannien und Spanien – alles Länder mit Opel-Niederlassungen – gerechnet. An vorderster Front natürlich Belgien mit seinem Werk in Antwerpen, welches zur Disposition steht. Vertragspapiere, die in Brüssel zur Entscheidung vorliegen, besagen, dass Antwerpen lukrativer arbeitet, wie zum Beispiel Bochum. Wie war jetzt der Wortlaut noch genau, als man dies las? „Es kann nicht sein, dass ein wirtschaftlich gut arbeitendes Unternehmen geschlossen werden soll, während Bochum, welches unwirtschaftlicher arbeitet, verschont bleibt. Dies ist gegen EU-Recht und unsinnig, noch dazu, wo der Geldgeber in genau diesem Land sitzt, dessen Werke verschont bleiben sollen.“
Schlechte Karten für die Regierung so direkt vor der Wahl. Auf der einen Seite attestiert man Merkel, die 4,5 Milliarden Euro für die Sanierung von Opel würden schlichtweg bei weitem nicht ausreichen. Andererseits moniert Brüssel, dass besagte 4,5 Milliarden zur Rettung von Opel ein viel zu hoher Betrag seien. Möglich zur Rettung wäre höchstens ein Betrag in Höhe der Lohnkosten pro Jahr. Und da liegt Opel logischerweise darunter.
Dass GM in der Weise agiert, dass man nicht gewillt ist, ein Verlustunternehmen weiterhin zu unterstützen, ist nachvollziehbar und verständlich. Immerhin hat man – wie zu lesen war, seit dem Jahr 2000 mehr als 6 Milliarden Euro in Opel investiert, um dieses Unternehmen wieder flott zu kriegen – Verlustgelder, die nicht unwesentlich zum beinahe Untergang von GM geführt haben. GM arbeitet rein betriebswirtschaftlich und überläßt die Sanierung genau dem Land, das so dringend und eindringlich keine Tochter von GM mehr sein möchte. Eigenständigkeit war gefordert von der Belegschaft und im Besonderen von Betriebsratsvorsitzenden Franz. Und GM hat in der Bundesregierung einen willfährigen Partner gefunden, der zu Wahlzeiten alles für eine Wiederwahl tun würde, notfalls sogar, wie derzeit praktiziert, die Vernichtung von Volksvermögen in Milliardenhöhe zu unterstützen und voranzutreiben.
Die Situation war die letzten Monate nicht leicht, um eine ansehnliche Wahlprognose zu erzielen – im Gegenteil, Opel als Wahlziel zu erklären, war eine Nummer zu groß für viele – auch vom Wissensgrad her. Man war im Begriff, das Gesicht zu verlieren, hätte GM sich gegen den Opel-Verkauf gestemmt. Das Fiasko aber, welches sich jetzt über des Merkelschen Kopf zusammenbraut, toppt dieses um ein Vielfaches mehr.
Die Art und Weise, wie man als Regierung mit der Opel-Rettung in der Bevölkerung auftrat, ist auch heute immer noch nicht nachvollziehbar. Warum bestand man von Anfang an derart unnachgiebig auf Magna? – ließ RHJ Ripplewood, Fiat und die Chinesen kaum zu Wort kommen? Was hatte Magna mehr zu bieten, was die Konkurrenten nicht zu bieten hatten? Wo blieben und bleiben hierüber die Erklärungen der Regierung? Darf der Bürger, der für die politischen Anwandlungen einer Kanzlerin finanziell gradestehen muß, nicht in möglicherweise logistisch und betriebswirtschaftlich sehr fundierte Magna-Pläne eingeweiht werden? Oder sind sie das gar nicht und es bestehen ganz andere Gründe, das Vermögen der Bundesrepublik Deutschland den Russen in die Hand zu geben?
Hat dies der Wirtschaftsminister ohne Kompetenzlizenz, von und zu Guttenberg, möglicherweise bereits im Mai 2009 erkannt und deshalb auf eine Insolvenz hingewiesen? War alles nur Wahlgeklüngel? Der Bürger sagt sich – aufgrund seiner von Politikseite künstlich gehaltenen Dummheit – ja, hier stimmt was nicht. Wenn er, der Bürger, mittlerweile jedes Verständnis verliert für die Eskapaden der Regierung in Sachen Opel, deren Unvermögen und der daraus resultierende Verdacht der Wirtschaftskriminalität wegen Entwendung von Staatsvermögen in ein von Insolvenz geprägtes Unternehmen, dann möchte so mancher gar nicht wissen, was der Rest der Welt von dieser Regierung – die sich gerade zur Wiederwahl anstellt, denkt.
Aber Merkel, Steinmeier und Franz haben sich ja Magna als Partner mehr als nichts auf der Welt gewünscht, also müssen sie jetzt auch sehen, wie man den Menschen bei Opel erklärt, dass die 1. Wahl nur eine schlechte Wahl war, genauso wie die erfolgte Opel-Rettung nur eine Vermeintliche war und wir unser Steuergeld in den Wind schreiben können, ohne das Opel geholfen worden wäre. Dilettantischer und dümmlicher hat sich bisher noch keine Regierung in Deutschland zur Schau gestellt.

Brooklyn-Bridge

Brooklyn-Bridge über den East-River

Brooklyn-Bridge über den East-River - farbig

Brooklyn-Bridge über den East-River - schwarzweiß

Brooklyn-Bridge über den East-River - farbig

Brooklyn-Bridge über den East-River - schwarzweiß
Man darf gespannt sein, wie die Konferenz zwischen den beiden Verhandlungspartnern GM Board – dem Verwaltungsgremium und New GM ausgefallen sein wird. Diese Entscheidung soll – falls es eine gab, was nicht sicher ist, morgen bekanntgegeben werden.
Die deutsche Regierung jedenfalls hatte an der Entscheidungsfindung keinerlei Anteil, saß abwartend in Deutschland und soll die Lösung morgen in Form eines Überbringers, der eigens dafür über den Atlantik fliegt, entgegen nehmen, obwohl es eine Telefonkonferenz sicherlich auch getan hätte.
Wer immer jedenfalls der von GM Entsandte sein mag, ist noch nicht bekannt. Einzig die Tatsache, dass der Ärmste als Überbringer einer Hiobsbotschaft, einer schlechten Nachricht, in der Antike geköpft worden wäre, läßt ihn mehr als bedauernswert erscheinen. Auch wenn ihm das grausame Schicksal heutzutage erspart bleibt, so reißt man sich bestimmt nicht darum, mit einer schlechten Nachricht im Gepäck nach Deutschland zu kommen.
Welche Alternativen standenbei der Entscheidungsfindung zur Wahl?
1.) Opel verbleibt im GM-Konsortium (dies ist die Möglichste, der seit einigen Wochen präferierten Alternativen von GM)
2.) GM verkauft am Magna (die von Merkel und Co. am meisten präferierten Alternative, dafür wurden bisher 1,5 Milliarden Euro Überbrückungskredit gezahlt, weitere mind. 3,0 Milliarden wurden von der Bundesregierung in Aussicht gestellt bei einem erfolgreichen Verkauf an Magna)
3.) GM verkauft an RHJ International (präferiert von GM. Die Firma, die mit ihren Forderungen in der Bieterphase immer weiter ihre Ansprüche nach unten geschraubt hat)
4.) Auch das steht im Raum: Die Insolvenz von Opel. GM wäre bei dieser Variante alle Verbindlichkeiten los, diese wären im Besonderen die Betriebsrenten in Höhe von knapp 5 Milliarden Euro, Schulden etc.
Man wird abwarten müssen bis morgen, ob GM sich auf eine der Optionen eingelassen hat, oder die Angelegenheit vertagt wird. Letzteres wird, ob der vielen, an sich folgenschweren Entscheidungen, stark angenommen. GM macht sich die Entscheidung sicher nicht leicht, zumal eine gehörige Portion an Geldern bei der Rettung von Opel, und letztendlich ist es das ja, erforderlich wird.
Die Mitarbeiter von Opel sollten dies überdenken, wenn GM wirklich Gelder in das marode Unternehmen Opel pumpen sollte. Es ist nicht die schlechteste Entscheidung von GM, wenn es weitergeht, wie bisher, nämlich dass GM der Besitzer bleibt. Ob Magna diese horrenden Summen zu leisten bereit gewesen wäre, bleibt dahingestellt.
Während man in Villa Riba noch saubermacht,
feiert man in Villa Bacho schon wieder… Oder war’s andersrum?
So oder ähnlich könnte man das Trauerspiel um Opel bzw. den Phoenix aus der Asche, General Motors, respektive New GM, bezeichnen. Namhafte deutsche Regierungsmitglieder sind derweil noch am „Druck machen“ in den USA, halten Telefonkontakt oder betreiben ähnlich unfruchtbare Aktionen, während die Mühlen bei GM schon längst ihr Mehl gemahlen haben.
Wie auf diversen amerikanischen Online-Nachrichtenplattformen heute zu lesen ist, zieht man eine Insolvenz von Opel und Vauxhall dem ständigen Druck der deutschen Regentschaft mittlerweile vor. Magna, davon ist auszugehen, steht mittlerweile überhaupt nicht mehr zur Debatte. War man wirklich so leichtgläubig in Deutschland, dass man glaubte, mit dem Bombardement an Kontaktaufnahmen mit allem, was Rang und Namen hat im Spiel um Opel und GM, einen Blumentopf zu gewinnen, sprich Druck auszuüben? Dies war die überhaupt schlechteste Strategie, die man einschlagen konnte, denn die Position, die die deutsche Regierung derweil hat, ist eine, in die man sich selbst hineinmanövriert hat und aus der man auch nicht wieder herauskommt. Eine größere Blamage in Form von Dilettantismus kann es nicht geben. Und im Prinzip sind alle daran beteiligt, weil jeder schneller sein wollte mit Milliarden-Zusagen. Auch der Herr von und zu scheint mittlerweile geläutert, oder man hat ihn einer Gehirnwäsche unterzogen, denn er hält sich seit der schicksalhaften Nacht der Entscheidung Ende Mai sehr bedeckt und Magna konform. Ganz im Sinne von Merkel und Steinmeier.
Keinen unwesentlichen Anteil daran hat die Arbeitnehmervertretung, ganz voran deren Rädelsführer Franz, der die Belegschaft dazu anstiftet, ihr gegebenes Versprechen, ihren Beitrag in Form von Verzicht bzw. Einfrieren von Urlaubsgeld und Tariferhöhung zu leisten, zu brechen. Dies wird explizit in der amerikanischen Presse hervorgehoben, dass dieser Umstand gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringen würde und man mit einer Insolvenz dem ganzen Aktionismus des Betriebsratsvorsitzenden aus dem Weg gehen kann. Auf gut kollegialem Slogan – den man betriebsrätlich so gerne spricht – würde man sagen, „der hat sie in die Pfanne gehauen“…..
Nun wird eine neuerliche Sitzung in Detroit am 8. und 9. September 2009 eine eventuelle Entscheidung bringen. Oder nicht?
Der Billigflieger Ryanair erhöht erneut die Gepäckgebühr: Ab Oktober müssen Passagiere, die ihr Gepäck am Flughafen aufgeben wollen, pro Flug statt 20 Euro nun 30 Euro bezahlen. Beim Check-In im Internet werden künftig statt 10 Euro 15 Euro fällig. Das Unternehmen betonte jedoch, dass es dann erstmals möglich ist, zwei Gepäckstücke mit einem Gesamtgewicht von 30 Kilo aufzugeben. Es muss aber für jedes aufgegebene Gepäckstück einzeln bezahlt werden. Ende Bericht Quelle: Focus Online
Hier sind die Flugreisenden vor die Tatsache gestellt, ob sie die immer höher steigenden Preise von Ryanair zu akzeptieren bereit sind, oder sich, nach gründlicher Recherche anderweitiger Airlines, sich Alterniven zum scheinbaren Platzhirsch auf dem Sektor Billigflieger suchen. Standen unlängst in Verbindung mit Ryanair noch Gebühren für die Toilettenbenutzung während eines Fluges zur Debatte, die in der öffentlichen negativen Diskussion schnellstens lediglich zurückgestellt oder vertagt wurde, so hat man sich bei dieser Airline anderweitig nach einträglichen Gebühren umgesehen und kam recht schnell auf die Idee, die Gepäckgebühren zu erhöhen.
Was vor wenigen Jahren als günstige Alternative zu renommierten und alteingessenen Airlines begann, kristallisiert sich heute immer mehr als Nepp der versteckten Preiskalkulation heraus, die zu akzepieren nur die sehr flexiblen und langfristig Buchenden als Schnäppchen zu schlagen prädestiniert sind. Reisende mit festem Termin haben hier immer das Nachsehen. Ein Tripp nach England beispielsweise mit Destination London erhöht die Kosten des möglicherweise 1,–Euro teuren Hinfluges mittels aufzuschlagender Gebühren jedweder Art sowie zusätzlichen Transferkosten von London-Stansted in die Innenstadt um teilweise über 100 Euro Kosten. Und dies nur in einfacher Form, nach Hause will man ja schließlich auch noch. Hinzu kommen also Rückführkosten nach Standsted in ähnlich hoher Kategorie, nicht zu vergessen die Gebühren des in der Regel viel teureren Rückflugs. Fazit: Ein spitzer Bleistift sollte angesetzt werden…
Endlich. Die arme Seele Michael Jacksons hat endlich ihre wohlverdiente Ruhe auf dem Forest Lawn Memorial Friedhof in Los Angeles gefunden. Gestern Abend gegen 20.00 Uhr Ortszeit fand die Trauerfeier zur Beerdigung für Jackson statt. Seine Familie, seine drei Kinder und etwa 200 geladene enge Freunde nahmen an dem Zeremoniell teil, ebenso wie Jacksons frühere Ehefrau, Lisa Marie Presley.
Nachdem die Beerdigung aufgrund mehrerer Obduktionen immer wieder verschoben werden mußte, zuletzt auf Michael Jackson 51. Geburtstag am 29. August 2009, konnten nunmehr – 10 Wochen nach dem plötzlichen Tod des Popsängers am 25. Jui 2009 – seine sterblichen Überreste in das Mausoleum im Forest Lawn Memorial Friedhof übergeben werden. Namhafte Persönlichkeiten der Film- und Musikbranche haben dort bereits ihre letzte Ruhe gefunden. Öffentlichkeit wird man dort nicht finden, es ist nur Familienangehörigen gestattet, sich dort aufzuhalten. Diese gelangen mittels eines Schlüssels in das Innere des Mausoleums. Ungestörte Totenruhe ist also gewährleistet, Medienrummel und Fanscharen bleiben vor verschlossener Tür.
Die Kinder Paris, Blanket und Prince überbrachten jeweils einen Brief an ihren Vater, welcher dieser mit in den goldenen Sarg bekommen wird. „Daddy, we love you, we miss you“ und ähnlich soll der Wortlaut sein. Seine Brüder hatten, schon wie auf der Trauerfeier im Staples-Center im Juli 2009, gleichfarbige rote Krawatten um (gelbe Krawatten im Staples-Center) sowie den obligatorischen rechten weißen Handschuh an, ein Tribut an ihren Bruder.
Die Kosten für die Trauerfeier, Mausoleums-Plätze die gekauft wurden (ggf. schon für spätere Zeiten für weitere Familienangehörige), Dienste der Polizei und Sicherheitsbeamte, Straßenverkehrssperrungen etc. sollen aus Michael Jacksons Erbe bestritten werden. Man rechnet damit, dass sich die Kosten auf 1 Mio Dollar belaufen werden.
Nach der Trauerfeier begibt sich die Familie nach Pasadena in ein italienisches Restaurant zu einem Essen. Unbestätigten Berichten zufolge soll es Fans gelungen sein, durch ein Fenster des Restaurants einen Blick auf die Trauergesellschaft zu erhaschen. Skurrilerweise lief während des gemeinschaftlichen Essens im Hintergrund der Film Casablanca (Humphrey Bogard und Ingrid Bergman). Welchen symbolischen Wert dieses Beiwerk zum Trauermahl haben sollte, bleibt unklar. Sicherlich ist es nicht der Grund, dass Humphrey Bogart zukünftig direkter „Nachbar“ von Michael Jackson in der Gruft sein wird.
Der in Verdacht geratene Leibarzt von Jackson, Conrad Murray, wird sich weiteren Verhören ausgesetzt fühlen müssen. Dass Jackson durch Propofol, dem Schlafmittel, welches nur in Kliniken eingesetzt werden darf, zu Tode kam, ist nach den diversen Obduktionen nun sicher.