Nivea
Beim nächtlichen Blick in die Weltmetropolen in der Silvesternacht wurde unsere Redaktion leicht irritiert – in New York länger verweilend – aufmerksam, als der Kameraschwenk über den Times Square und die dort bereits viele Stunden lang ausharrenden Zuschauer ein Bild einfing, das ungewöhnlich vertraut und heimelig wirkte ob der 6999 km Entfernung.
Ja, selbst der eingefleischteste Werbegrufti hatte Mühe, dies Bild, das der Times Square am 31. Dezember 2010 bot, auseinanderzudividieren. In diesen Stunden mitternächtlicher Feierlaune entstand aufgrund des blauweißen Schriftzuges von Nivea, der wie selbstverständlich und geradezu herausfordernd auf den Köpfen der Silvestergäste in Form von Filzhüten thronte, als Werbebanner an Fassaden klebte und als flackernde Licht- und Leuchtreklame den Platz in blauweißes Licht versetzte.
Gutlaunig waren die Menschen trotz Alkohol- und Böllerverbotes sowieso in diesen nächtlichen Stunden, daran hatte Nivea ganz sicher keinen Anteil und deshalb hätte es nicht des deutschen Labels gebraucht. Trotzdem wurde nun emsig mitten in der Nacht nach Hinweisen gesucht, ob man Nivea möglicherweise meistbietend an Major Bloomberg und seine Mitbewohner verkauft haben könnte. Nivea nicht mehr deutsch? Ist doch nicht möglich, oder etwa doch?
Wir stoßen, Gott sei’s gedankt, auf den Hinweis in einem Artikel, dass Nivea nur der Sponsor für die alljährlich stattfindende Silvesterfeier am Times Square ist – logisch, mehrmals können sich Nivea und selbst die Amis Silvester nicht leisten…
Immerhin, Nivea sponsert nur. Wie ist das eigentlich in deutschen Großstädten? Sponsert Nivea da auch oder ist es werbewirksamer und verkaufsfördernder über’m großen Teich? Muss ich direkt mal dort anfragen….in Beiersdorf, oder wie das Kaff heißt…!